Tanz in der Oper Hannover nach Bach-Musik: Januar 2009 Wiederaufnahme Das alte Jahr ist noch nicht zu Ende - da möchte ich auf ein Kultur-Glanzlicht im neuen Jahr hinweisen, eine Wiederaufnahme ab 6. Januar 2009. Zwei Choreografien nach Musik von Johann Sebastian Bach. Ich gebe den Text von der Heimatseite der Oper wieder, was hoffentlich in Ordnung ist - am liebsten würde ich hier auch das Video einstellen, das hätte vermutlich rechtliche Probleme, aber Sie können es sich ja per Gliedadresse erschließen. Ein Foto möchte ich hier aber zeigen - werde gleich noch um Genehmigung bitten ... Apropos Bach Wiederaufnahme am 6. Januar 2009 Pressestimmen finden Sie hier. Groß
ist die Zahl der Tanzschöpfungen, denen Werke von Johann Sebastian Bach
zugrunde liegen. Ihre kompositorische Klarheit, ihre strukturelle
Perfektion und ihre musikalische Transzendenz haben immer wieder
Choreographen ganz unterschiedlicher Prägung inspiriert. Zugleich
stellt jede Auseinandersetzung eine Herausforderung dar. In
Johann Sebastian Bachs Goldberg-Variationen hat die barocke
Variationskunst ihren Höhepunkt erreicht. Planvoller, systematischer
Aufbau des Gesamtwerkes und eigenständiger Charakter der Einzelsätze
sind in einer komplexen Komposition auf höchstem Niveau vereint. „Steptext“
ist „eine Fuge der Mechanik des theatralischen Rituals“ schreibt der
Choreograph. Das Stück wurde 1985 für das italienische Aterballetto
kreiert und wenig später vom Ballett Frankfurt, Forsythes eigener
Compagnie, übernommen. Zugrunde liegt die klare musikalische Struktur
der Chaconne aus der Partita No.2 in d-Moll von Johann Sebastian Bach.
Das choreographische Material auf neo-klassischer Basis wird von einer
Frau und drei Männern in einer Vielzahl von Interaktionen, in virtuosen
Bewegungen, Drehungen und Hebungen variiert und dynamisch gesteigert.
Der Tanz gliedert den Raum, knüpft Fäden, schafft Verbindungen.
Gleichzeitig laufen bühnentechnische Prozesse ab, die normaler Weise in
einer Theateraufführung in dienender Funktion stattfinden. Hier werden
diese nebensächlichen Mechanismen zum eigenständigen Element mit
künstlerisch gleichwertiger Bedeutung. Musikalische, szenische und
tänzerische Konfrontationen verketten sich zu einer neuen „Geschichte“.
©Text und Bild: Niedersächsische Staatsoper Hannover, Vortext: Helge Mücke, Hannover
Musik von Johann Sebastian Bach
Choreographien von Jörg Mannes und William Forsythe
Letzte Vorstellung am 13. April 2009
Ein Video über die Produktion können Sie hier anschauen.
Jörg Mannes
und William Forsythe haben sich der Herausforderung Johann Sebastian
Bach wiederholt gestellt. Im dritten Ballettabend dieser Spielzeit
kommt es zu einer Begegnung beider Choreographen.
Goldberg – Uraufführung
Musik von Johann Sebastian Bach
Goldberg-Variationen BWV 988
Choreographie von Jörg Mannes
Klavier: Marc Pierre Toth
Jörg Mannes hatte sich 2002 schon einmal mit dem Werk auseinandergesetzt, jetzt wird er es für Hannover neu choreographieren.
Steptext
Musik von Johann Sebastian Bach
Partita Nr. 2 d-Moll BWV 1004, Chaconne
Choreographie von William Forsythe
William
Forsythe gilt als einer der bedeutendsten Choreographen für
zeitgenössischen Tanz. Während dreißig Jahren künstlerischer Arbeit
entstanden eine Vielzahl von richtungsweisenden Werken, die heute zum
Repertoire weltweit renommierter Compagnien gehören. 2008 vergibt
Forsythe eines seiner Stücke an das Ballett des Staatstheaters Hannover
– eine Auszeichnung und eine Herausforderung zugleich.
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