Helge Mücke:
Lotte Jacobi, der Fotografin zu Ehren
Vorbemerkung: Dieses Mal bin ich in Konflikt gekommen. Bilder übernehme ich normalerweise nur, wenn sie zu Pressezwecken zur Verfügung gestellt wurden und/oder irgendein Werbeeffekt dabei zustande kommt (Firmenbilder, Verlagsfotos usw.). Ich versuche also, die Beachtung der Urheberrechte relativ genau zu nehmen. Bilder von Lotte Jacobi, soweit man sie im Internet findet, sind oft mit einem strengen Vermerk versehen: keine Veröffentlichung ohne Genehmigung usw. Nicht einmal ausdrucken darf man sie! Das ist verständlich, weil diese Fotos als Kunstwerke gehandelt werden.
Dennoch: Wie soll ich über eine Fotografin berichten, ohne Bildbeispiele zu zeigen?
Ich habe die folgende Lösung gefunden: Die Bilder, die ich hier und in zwei weiteren Artikeln zeige, sind aus einem Buch eingescannt (folglich von minderer Qualität, sodass sie nicht als "Kunstwerk" missbraucht werden könnten); zusätzlich habe ich den Textvermerk "Kopie" eingefügt. So kann man die Bilder hier als Zitat auffassen, und die Wiedergabe ist mit dem Zitierrecht abgedeckt (das bei Texten allerdings leichter zu verwirklichen ist). Ich bitte also ausdrücklich, die Bildrechte (die nicht bei mir liegen) zu beachten.
Doch nun komme ich zur Sache und möchte zuerst berichten, wie das Thema entstanden ist. Überschrift (wie ich das neuerdings nenne) "Reisen des Geistes":
Ich gestalte hier in Hannover wöchentlich einen Literaturabend im Rahmen des "LebensLese.Treff.", einer von mir begründeten Kulturinitiative.
An diesen Literaturabenden habe ich irgendwann eine Reihe begonnen, der ich den Namen "Frauenworte, Frauenorte" gegeben habe - Literatur von Frauen, die "ihren Ort" gefunden haben.
Dieses Mal hatte ich eine eher ungewöhnliche Idee. Seit längerem besitze ich einen Band der Marburger Schriften mit Schwarz-Weiß-Fotos von Lotte Jacobi, auf denen Schriftsteller (und ein paar andere Kulturschaffende) porträtiert sind.
Da Lotte Jacobi meines Wissens nicht als Schriftstellerin tätig war - ihre "sprechenden Werke" sind die Fotos! -, war mein Grundgedanke, an dem Abend Texte der von ihr Porträtierten dazuzustellen (möglichst von Frauen!).
Der Abend hat inzwischen stattgefunden, am 26. Januar, und ich habe mich an dem Abend auf zwei Schriftstellerinnen konzentriert: Erika Mann und Regina Ullmann - die eine eine Wiederentdeckung, die andere für mich eine Neuentdeckung.
Um diesen Artikel nicht zu lang werden zu lassen, werde ich über die beiden Schriftstellerinnen in zwei Extra-Artikeln berichten.
Hier soll von Lotte Jacobi die Rede sein.
Doch zunächst die bibliografischen Daten des Buches, das den Ausgangspunkt bildete für meine "Reisen des Geistes":
Berlin- New York. Schriftsteller in den 30er Jahren, fotografiert von Lotte Jacobi. Marbach a. Neckar 1982 (= Marbacher Schriften. Herausgegeben vom Deutschen Literaturarchiv in Marbach am Neckar. Bd. 21). Der Band ist in einer anderen Ausgabe bei amazon.de noch gelistet, nebst einigen anderen Büchern mit ihren Bildern (meist antiquarisch).
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