Diesmal möchte ich hier etwas erzählen, was nur indirekt zur "Kultur" gehört - unberührte Natur gibt es ja aber praktisch nicht mehr, auch in einem Nationalpark muss der Mensch "kultivierend" eingreifen.
Ab 13. September 2007 werde ich an einer Reise mit duma-naturreisen teilnehmen, die mich (mit meiner Tochter zusammen) u.a. zu den letzten Gorillas in Ruanda und Kongo führt. Ich gebe vorweg einfach einmal den Ablauf wieder, dann können Sie verfolgen, was ich wahrscheinlich gerade mache. Die Zeichnung oben stammt übrigens aus meiner Dissertation über Spielverhalten in einer gemischten Menschenaffengruppe - im Zoo allerdings. Fotos nach der Reise!
Hier der geplante Ablauf:
Ruanda
Die Affensafari zu Berggorillas Goldmeerkatzen und Schimpansen
Ruanda- Kongo
Flachlandgorillas, Berggorilla, Schimpansen
Die ersten 5 Tage sind identisch mit denen der Ruandareise
Bereits Ende der 70er-Jahre wurden die ersten Berggorillas der Virungavulkane an Menschen gewöhnt. Mittlerweile sind fünf Familien habituiert und die Gorillas warten regelrecht auf die täglichen Besu-cher. Das Trekking zu den Primaten kann recht anstrengend sein, lohnt sich aber immer. Es ist einfach traumhaft beeindruckend, die Menschenaffen aus nächster Nähe zu erleben - bei dem Suchen nach Nahrung und beim Spielen, beim Wandern und bei dem Vorbereiten ihrer Schlafnester.
Auch andere Affenarten haben in Ruanda ihr zu Hause und werden auf dieser Reise besucht. Im Nyungwe Wald werden Sie Schimpansen und mehrere Stummelaffenarten sehen. Der Nyungwe Wald ist der größte Berg-Regenwald des afrikanischen Kontinents und liegt an der Wasserscheide Ruandas. In ihm entspringt einer der Quellflüsse des Nils. Afrikanische Großtiere wie Zebras, Wasserböcke, Flusspferde, Elefanten und Giraffen werden Sie im Akagera Nationalpark sehen.
Landschaftlich unterscheidet sich Ruanda von den anderen afrikanischen Ländern durch seine ausge-prägte Hügellandschaft. Besonders interessant ist die im Westen liegende Vulkankette, die bis heute noch aktiv ist. Wir haben auf der Route die Besteigung des Bisoke-Vulkans vorgesehen.
1. Tag , 13. Sept. 2007: Abflug
Abflug Hannover - Amsterdam 15.50 - 17.10 Uhr, Amsterdam - Nairobi 21.05 - 6.30 Uhr, (14.9.:) Nairobi - Kigali 10.15 - 12.35 Uhr
2. Tag, 14. Sept. 2007: Kigali - Akagera
Sie landen am Flughafen von Kigali, werden abgeholt und fahren direkt hinaus zum Akagera-Nationalpark. Dort haben Sie den Vormittag bis nach dem Mittagessen zur freien Verfügung in der schönen Lodge. Nachmittags starten Sie zur ersten Pirschfahrt der Safari. Sie wird Ihnen im Hochland Pferdeantilopen, Kuhantilopen, Riedböcke und Oribis zei-gen. Immer wieder öffnen sich atemberaubende Blicke über grasbewachsene Hügel und die von hohen Papyruswäldern umsäumte Seenplatte. Im Savannenbereich um die Seen leben Elefanten, Büffel, Giraffen und Flusspferde. Auch das Vogelleben ist äußerst artenreich. Über 500 Spezies lassen sich hier in den verschiedenen Habitaten des Parks beobachten.
3. Tag, 15. Sept. 2007: Akagera
Weitere Pirschfahrten im Akagera-Nationalpark. Für den Nachmittag versuchen wir ein Boot zu mieten, das Sie zu Flusspferden, Krokodilen und Kolonien von Schlangen-halsvögeln bringt.
4. Tag, 16. Sept. 2007: Akagera - Nyungwe
Quer durch das kleine Land fahren Sie heute durch unglaublich grüne Hügelgebiete. Blaugrüne Eukalyptuswälder wechseln sich ab mit tiefgrünen Zypressen-Parzellen, zwi-schen den Hügeln ziehen sich endlose Reisfelder. Schließlich erreichen Sie im Südosten den Nyungwe-Wald.
5. Tag, 17. Sept. 2007: Nyungwe
Zwei Wanderungen sind im Nyungwe-Schutzgebiet vorgesehen. Am Vormittag folgen Sie den Nationalparkführern, um Schimpansen zu beobachten. Am Nachmittag sind Sie unterwegs auf der Suche nach Stummelaffen, die in großen Gruppen von teilweise über hundert Tieren durch die Äste schwingen. Halten Sie auch Ausschau nach Vollbart-Meerkat-zen und Rotschwanz-Meerkatzen sowie Mantelrnangaben.
6.Tag, 18. Sept. 2007:
Morgens starten Sie zu einer erneuten Exkursion im Nyungwe. Am späten Vormittag fahren Sie an den Kivu See nach Bukavu. Dort bereiten Sie sich in dem Gästehaus auf die Gorillapirsch des nächsten Tages vor.
7. Tag, 19. Sept. 2007: Früh Morgens bringt Sie eine etwa eineinhalb-stündige Fahrt auf nicht allzu guter Straße nach Tshivanga am Kahuzi-Biega-Nationalpark. Dort leben die östlichen Flachlandgorillas, zu denen Sie heute in Begleitung erfahrener Ranger wandern.
8. Tag, 20. Sept. 2007: Fakultative Möglichkeit, die Flachlandgorillas ein zweites Mal zu besuchen. Dazu sollten Sie die Besuchs-genehmigung aber schon rechtzeitig bei Buchung der Reise beantragen. (Das haben wir gemacht!) Alternativ können Sie an diesem Tag am See ausspannen oder einen Ausflug in der näheren Umgebung unternehmen.
9. Tag, 21. Sept. 2007: Auf der heutigen Bootsfahrt überqueren Sie den Kivu See auf der ganzen Länge bis nach Goma.
10. Tag, 22. Sept. 2007: Fahrt in die Virunga-Vulkankette nach Kinigi. Dort bereiten Sie sich in dem Gästehaus auf die Gorillapirsch des nächsten Tages vor.
11. Tag, 23. Sept. 2007: Parc de Volcanoes
Fünf Berggorilla-Familien warten im Virunga-National-park auf ihre Besucher. Die Gruppe 13 hat 7 Mitglieder und lebt am Sabinyio-Vulkan. Die Gruppe Amohoro A besteht aus 11 Tieren und lebt am Bisoke-Vulkan. Die Gruppe Amahoro B besteht aus 9 Tieren und lebt in dem Gebiet zwischen dem Bisoke- und Sabinyio-Vulkan. Das Gebiet teilt sie sich mit der Sabinyio- Gruppe, die aus 13 Individuen besteht. Die größte Familie heißt Susa und lebt mit ihren 37 Mitgliedern recht weit weg am Karasimbi-Vulkan.
In kleiner Gruppe geht es früh morgens in Begleitung erfahrener Nationalpark-Guides und Träger in die Bergre-gion. Da die Ranger täglich bei den Berggorillas sind, wissen sie, wo sich die Tiere am Vortag aufgehalten haben. In ihrer Begleitung wandern Sie früh morgens durch den Berg- und Bambuswald und suchen die Schlafnester der letzten Nacht. Von dort folgen Sie den Spuren der Tiere. Bis zum Auffin-den der Gruppe können einige Stunden vergehen, und der Marsch ist oftmals nicht einfach. Aber schon der Weg durch die urwüchsige Vegetation ist die Mühe wert, erst recht die fast hautnahe Begegnung mit den Menschenaffen. Bei der Annäherung fängt der Führer an beruhigend zu brummen und signalisiert damit Ihr Kommen. Die Gorillafamilien leben unter Führung eines „Silberrücken". Bis zu 2 m groß werden diese alten Männchen, die über 150 kg schwer werden. Es ist schon ein sehr beeindruckendes Erlebnis, wenn man diesen sanften Riesen auf wenigen Metern gegenüber steht. Die Gorillas sehen es recht gelassen, denn sie sind an den Besuch der eigenartigen „Zweibeiner" gewöhnt. Solange sich diese an die vorher besprochenen Verhaltensregeln halten, lassen sie sich gern beobachten.
12. Tag, 24. Sept. 2007: Parc de Volcanoes
Fakultative Möglichkeit die Berggorillas ein zweites Mal zu besuchen. Dazu sollten Sie die Besuchsgenehmigung aber schon rechtzeitig bei Buchung der Reise beantragen. (Das haben wir gemacht!) Alternativ können Sie an diesem Tag einen Ausflug machen um Gold-Meerkat-zen zu beobachten oder den Bisoke-Vulkan besteigen. Die Wanderung auf den Vulkan führt durch dichten Nebelwald bis zu kleinen Hochmooren, an denen gigantische Senecien und Lobelien stehen. Oben angekommen hat man einen schönen Blick auf den Kratersee.
13. Tag, 25. Sept. 2007: Rückfahrt nach Kigali, Abflug am Nachmittag.
Kigali - Nairobi, 14 - 16.20 Uhr, Nairobi - Amsterdam 22.15 - 5.30 Uhr
14. Tag, 26. Sept. 2007: Ankunft in Hannover. Amsterdam - Hannover 8.55 - 9.55 Uhr.

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